Luca, Mavie und der riesige Papierflieger um die Welt 🤍

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Ich bin Mio Maus, und an diesem Morgen zappelte ein Berg aus Papier.
Ganz oben auf dem Hüpfhügel stand Lucas und Mavies riesiger Papierflieger.
Er war aus Plakaten, Stadtplänen und einer Matheheft-Seite gebaut.
Ich saß auf der Nase und hielt mich an einem Klebestreifen fest.
"Weltreise in drei, zwei, eins!" rief Mavie .
Luca zog an der Startleine.
Da nieste hinter dem Busch Drako Pusteflamme, der Nachbarsdrache.
"HATSCHI-FEUER!"
Sein warmer Puster packte den Flieger.
Schwupps, schon segelten wir los.

Über dem Glucker-Ozean machte es plötzlich rrritsch.
Die linke Flügelspitze klappte auf wie ein müder Pfannkuchen.
"Oh oh", sagte Luca.
"Oh no no", sagte Mavie.
Ich piepste : "Wenn der Knick springt, werden wir Pappsuppe."
Drako flatterte neben uns her.
Er brummte tief: "Wir brauchen Regenbogenfaden und Sternenpflaster."
"Sonst platscht ihr."

Also landeten wir beim Zuckerwatten-Gebirge.
Dort wohnte Glitzi Funkelfein, das geschniegeltste Einhorn der Welt.
Es sprach singend: "Hilfe bekommt, wer fröhlich hüpft!"
"Ich brauche heute einen Nüstern-Twist."
Mavie tanzte zuerst.
Luca ruderte mit den Armen wie ein erschrockener Flamingo.
Ich drehte mich auf einem Knopf im Kreis.
Glitzi , dann .
Silberne Mähnenhaare regneten auf uns herab.
Daraus spann Glitzi einen festen Regenbogenfaden.
"Für mutige Flieger", sang es.

Kaum waren wir wieder oben, kam Nebel über der Wackel-Wüste.
Der Kompass zeigte plötzlich auf einen Keks.
"Sehr verdächtig", murmelte ich .
Da blinkte vor uns ein UFO.
Es sah aus wie ein toasterförmiger Kochtopf.
Drei Aliens stiegen aus.
Blibb sprach hoch.
Blobb sprach tief.
Blubb sprach immer zu spät.
"Erdlinge", sagten sie, "falten erstaunlich schräg."
Sie hatten Sternenpflaster aus klebrigem Mondschleim.
Aber sie wollten etwas tauschen.
"Zeigt uns", piepsten sie, "das Geräusch eines Lachens."
Luca meckerte wie eine Ziege.
Mavie gluckste wie ein Roboter-Huhn.
Ich quietschte wie eine Trompetenmaus.
Die Aliens und kugelten durch den Sand.
Sofort klebten sie das Sternenpflaster auf den Flügel.

Doch dann kam der Wirbelwind von Hinterhupsingen.
Er packte uns und drehte alles herum.
Wir schossen über Eisberge, Dschungel und Dächer.
Der Faden flatterte.
Das Pflaster knisterte.
"Festhalten!" rief Luca.
"Fester!" rief Mavie.
"Festester!" piepste ich .

Mitten über dem größten Ozean platzte eine Wolke.
Platsch!
Der Flieger wurde schwer.
Die Spitze riss wieder auf.
Unter uns hüpfte das Meer wie blaue Wackelpudding-Suppe.
Über uns tanzte der Sturm.
Drako kam angalloppiert durch die Luft.
"Jetzt zusammen!" brummte er.
Er pustete warm, aber vorsichtig.
Glitzi galoppierte über einen Regenbogen heran.
"Faden fest, Herzen leicht!" sang es.
Das UFO surrte daneben.
Die Aliens warfen klebrige Sternchen.

Luca hielt die Nase des Fliegers.
Mavie band den Regenbogenfaden.
Ich drückte das Pflaster fest.
Meine Pfoten klebten.
Meine Schnurrhaare auch.
Drako pustete im Takt: "Pfff! Pfff!"
Einmal hob der Flieger die Nase.
Dann noch einmal.
Und plötzlich glitt er sanft wie ein Schlitten auf Sahne.

Wir sausten weiter um die Welt.
Wir winkten Pinguinen, Palmen und einem sehr beleidigten Kamel.
Als die Sonne orange wurde, landeten wir wieder auf dem Hüpfhügel.
Genau neben Lucas Kakaotasse.
Sie war noch warm.

"Geschafft", sagte Luca.
"Einmal Erde und zurück", sagte Mavie.
"Mit wenig Plan und viel Spaß", piepste ich .
Drako bekam Apfelsaft.
Glitzi knabberte Gänseblümchenkekse.
Die Aliens tranken Glitzerlimonade durch ihre Ohren.
Seitdem hängt der riesige Papierflieger in Lucas Schuppen.
Auf der Spitze klebt noch immer das Sternenpflaster.
Und wenn Wind kommt, flüstert er :
"Nochmal um die Welt?"